Anomalien erkennen,
bevor sie eskalieren.
IT-Sees analysiert mehrere Sensorkanäle gleichzeitig auf plötzliche Änderungen und Korrelationen — und berechnet daraus einen gewichteten Alarmindex. Entstanden im EASE-Projekt mit dem Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg.
Ein Index aus vielen Signalen.
IT-Sees prüft jeden angeschlossenen Sensorkanal unabhängig mit mehreren Detektionsalgorithmen — statistisch, gradientenbasiert und schwellenwertbasiert. Jede erkannte Auffälligkeit trägt mit einer konfigurierbaren Gewichtung zum zentralen Alarmindex bei.
Erst wenn mehrere Parameter innerhalb desselben Zeitfensters gleichzeitig auffällig werden, überschreitet der Index den Alarmschwellenwert. Das reduziert Fehlalarme durch isolierte Einzelereignisse — etwa Regen, der allein die Leitfähigkeit senkt, ohne dass andere Kanäle reagieren.
Im Online-Betrieb schreibt IT-Sees fortlaufend eine Alarmindex.txt,
die von übergeordneten Systemen ausgewertet werden kann — für Alarmrelais,
Probenahme-Trigger oder GSM-Benachrichtigungen.
Mehrere Sensorkanäle
O₂, pH, Leitfähigkeit, Temperatur, Trübung, Salinität u. a. — jeder Kanal separat konfigurierbar
5 Algorithmen je Kanal
Hinkley, Gradient, Double-Sigma, Threshold und HH-Detector laufen parallel auf jedem Signal
Gewichteter Alarmindex
Erkannte Ereignisse addieren Punkte — konfigurierbare Gewichtung pro Kanal und Algorithmus
Alarm bei Schwellenwert
Überschreitet der Index den Schwellenwert, löst IT-Sees den konfigurierten Alarm aus
Fünf Methoden, kombiniert.
Combined Detector
Übergeordneter Detektor, der die Ergebnisse aller anderen Algorithmen zusammenführt. Konfigurierbares Zeitfenster, Follow-up-Zeit und Gewichtung je Kanal.
Hinkley Detector
Statistischer Cusum-Algorithmus zur Erkennung plötzlicher Niveauwechsel im Signal — mit und ohne Driftkompensation für langfristige Verschiebungen.
Gradient Detector
Erkennt ungewöhnlich steile Anstiege oder Abfälle im Messverlauf — sensitiv für schnelle Änderungsereignisse, die Cusum-Methoden weniger ansprechen.
Double-Sigma Detector
Kurzzeit-Auswertung basierend auf der Standardabweichung. Schlägt an, wenn aktuelle Messwerte die laufende Streubreite statistisch signifikant überschreiten.
Threshold Detector
Klassischer Grenzwert-Detektor mit konfigurierbaren oberen und unteren Alarmschwellen — geeignet für direkte Grenzwert-Compliance-Überwachung.
HH-Detector
High-High-Detektor für absolute Extremwerte. Löst unabhängig vom kombinierten Index aus — für Sofortalarm bei sicherheitskritischen Grenzüberschreitungen.
Reale Installationen.
IT-Sees ist in Hamburg und in der deutschen Gewässerüberwachung im Einsatz und läuft als integrierte Auswertungskomponente in den bbe-Moldaenke-Toximetern.
Hamburger Stadtgewässer
Überwachungsstationen an Elbe, Ammersbek und Alster erkennen Einleitungen und Überflutungsereignisse: IT-Sees detektiert die Korrelation von pH-Abfall, O₂-Einbruch und Leitfähigkeitssprung als qualifizierten Alarm.
Deutsche Messnetze
Stationäre Gewässerüberwachung auch in anderen Regionen: IT-Sees analysiert kontinuierlich mehrere Messkanäle und unterscheidet natürliche Schwankungen von meldepflichtigen Ereignissen durch den kombinierten Alarmindex.
Toximeter-Integration
In DaphnienToximeter II und FischToximeter II ist IT-Sees direkt integriert: Der Toxische Index der Verhaltensauswertung fließt als gewichteter Kanal in den Alarmindex ein — neben weiteren Wassergüte-Parametern.
Was die Software leistet.
Flexible Datenquellen
Textdateien im .itsees-Format, Import aus Excel per Zwischenablage sowie Online-Datenquellen für den direkten Anschluss an laufende Messnetzwerke.
Online-Betrieb
IT-Sees schreibt bei jeder Datenänderung eine Alarmindex.txt — auswertbar durch übergeordnete Systeme für Relaissteuerung, Probenahme-Trigger oder GSM-Benachrichtigung.
Live-Visualisierung
Parallele Fenster für alle Messkanäle und den Alarmindex. Detektionsereignisse werden direkt im Verlaufsgraph markiert — rückblickend und im Online-Betrieb.
Alarm-Blockierung
Bekannte, ungefährliche Ereignismuster — z. B. Leitfähigkeitsabfall durch Regen — können als Ausnahme konfiguriert werden, die den Alarm temporär unterdrückt.
Konfiguration & Profile
Alle Detektor-Parameter, Gewichtungen und Schwellenwerte lassen sich speichern und je Messstation wiederverwenden. Zwei Benutzerebenen für Operator und Administrator.
Export & Reporting
Datenhaltung in lokaler Datenbank, Export nach Excel und Textdateien. Druckfunktion für Messprotokolle und Alarmhistorie.
Lassen Sie uns sprechen.
Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich dann bei Ihnen und wir besprechen Ihr Anliegen.
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